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Krankenversicherung in Deutschland – GKV oder PKV?

Gesetzlich oder privat? Beiträge, Leistungen und Wechselmöglichkeiten 2026

📅 Aktualisiert: Juni 2026

In Deutschland besteht Krankenversicherungspflicht für alle. Arbeitnehmer bis zur Versicherungspflichtgrenze sind gesetzlich pflichtversichert — wer mehr verdient, kann zwischen gesetzlicher (GKV) und privater (PKV) Krankenversicherung wählen.

GKV vs. PKV im Vergleich

MerkmalGKVPKV
Beitragsberechnung% vom EinkommenRisikobewertung (Alter, Gesundheit)
FamilienversicherungKostenlos für Kinder/PartnerEigener Beitrag für jedes Mitglied
LeistungenEinheitlich (Katalog)Individuell verhandelbar
ArztterminOft längere WartezeitMeist schneller, Privatpatient
ZuzahlungenJa (Medikamente, ZE)Meist keine

GKV-Beiträge 2026

Der allgemeine Beitragssatz beträgt 14,6% des Bruttoeinkommens (hälftig: je 7,3% Arbeitnehmer und Arbeitgeber). Dazu kommt der kassenindividuelle Zusatzbeitrag (2026 im Schnitt ca. 2,4% — auch hälftig geteilt).

Beispiel: 3.000 EUR Brutto → GKV-Beitrag gesamt ca. 17% = 510 EUR/Monat. Arbeitnehmer zahlt die Hälfte: ca. 255 EUR. Plus Pflegeversicherung (3,4%, ohne Kinder 4,0%).

Versicherungspflichtgrenze 2026

Wer mehr als 73.800 EUR/Jahr (6.150 EUR/Monat) brutto verdient, kann in die PKV wechseln. Diese Grenze gilt für das Kalenderjahr.

Wann lohnt sich die PKV?

Wann ist die GKV besser?

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Häufige Fragen

Muss ich in Deutschland krankenversichert sein?

Ja, seit 2009 gilt Krankenversicherungspflicht für alle in Deutschland (§193 VVG, §5 SGB V). Wer nicht versichert ist, riskiert Nachzahlungen und bleibt trotzdem im Leistungsfall ohne Schutz.

Was kostet die gesetzliche Krankenversicherung 2026?

Allgemeiner Beitragssatz: 14,6% + Zusatzbeitrag (~2,4%) = ca. 17% vom Bruttoeinkommen. Hälftig zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber geteilt. Also ca. 8,5% für den Arbeitnehmer, max. bis zur BBG (5.512,50 EUR/Monat).

Kann ich von der PKV zurück in die GKV?

Schwierig. Unter 55 Jahren: Nur wenn das Einkommen dauerhaft unter die Versicherungspflichtgrenze sinkt (z.B. durch Jobwechsel). Über 55: Fast unmöglich. Ausnahme: Arbeitslosigkeit, Elternzeit, bestimmte andere Situationen.

Was zahlt die Krankenkasse bei Zahnersatz?

GKV zahlt Festzuschüsse — abhängig von der Regelversorgung und dem Bonusheft. Bei regelmäßiger Vorsorge: bis zu 65% des Festzuschusses. Darüber hinaus: privat oder Zusatzversicherung. PKV leistet meist deutlich mehr.