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Rentenlücke berechnen und schließen – Altersvorsorge 2026

Warum die gesetzliche Rente oft nicht reicht und was man dagegen tun kann

📅 Aktualisiert: Juni 2026

Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem letzten Nettoeinkommen und der späteren Rente. Sie entsteht weil die gesetzliche Rente in Deutschland im Schnitt nur etwa 48% des Durchschnittslohns ersetzt — und dieser Anteil sinkt weiter.

Warum gibt es eine Rentenlücke?

Wie groß ist die Rentenlücke?

Beispiel: Nettoeinkommen 2.500 EUR/Monat. Gewünschter Lebensstandard: 80% = 2.000 EUR. Erwartete gesetzliche Rente: 1.200 EUR. Rentenlücke: 800 EUR/Monat. Über 20 Jahre Rente: 192.000 EUR Gesamtlücke.

Wie schließt man die Rentenlücke?

1. Betriebliche Altersvorsorge (bAV)

Jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf Entgeltumwandlung. Bis 3.624 EUR/Jahr steuerfrei und sozialabgabenfrei. Arbeitgeber muss seit 2019 mindestens 15% dazuzahlen.

2. Riester-Rente

Staatlich gefördert mit Grundzulage 175 EUR/Jahr + 300 EUR je Kind. Lohnt sich vor allem für Eltern mit mehreren Kindern und Geringverdiener.

3. Rürup-Rente (Basisrente)

Ideal für Selbstständige und Gutverdiener. Beiträge bis 27.566 EUR/Jahr steuerlich absetzbar (2026). Kein Kapitalauszug möglich, lebenslange Rente.

4. ETF-Sparplan

Flexibel, kostengünstig, langfristig renditeträchtig. Keine staatliche Förderung, aber maximale Flexibilität. Für Berufseinsteiger oft die beste Option.

5. Immobilien

Eigene Immobilie als Altersvorsorge: Mietfreies Wohnen senkt den Bedarf an Renteneinkommen. Vermietete Immobilien liefern regelmäßige Einnahmen.

Die Rentenformel — Wann reicht es?

Als Faustregel: Man braucht das 25-fache der jährlichen Rentenlücke an privatem Kapital (bei 4% Entnahmerate). Bei 800 EUR/Monat Lücke = 9.600 EUR/Jahr = 240.000 EUR benötigtes Vermögen.

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Häufige Fragen

Was ist ein gutes Rentenniveau?

Als Faustregel gelten 70-80% des letzten Nettoeinkommens als ausreichend für den gewohnten Lebensstandard. Im Alter fallen manche Kosten weg (Berufskleidung, Fahrkosten), andere steigen (Gesundheit, Reisen).

Wann soll man mit der Altersvorsorge anfangen?

So früh wie möglich! Der Zinseszinseffekt ist enorm. Wer mit 25 Jahren 100 EUR/Monat in einen ETF spart (7% p.a.), hat mit 67 Jahren ca. 264.000 EUR. Wer mit 35 anfängt: nur ca. 121.000 EUR.

Lohnt sich die Riester-Rente noch?

Für Eltern mit Kindern und Geringverdiener: Oft ja (hohe staatliche Zulagen). Für Gutverdiener ohne Kinder: Meist nein (Rürup oder ETF besser). Wichtig: Anbieter und Kosten genau vergleichen — viele Verträge sind teuer.

Wie viel Rente bekommt man von einem ETF-Sparplan?

Faustregel 4%-Entnahmeregel: 100.000 EUR gespartes Kapital → 4.000 EUR/Jahr = 333 EUR/Monat lebenslang entnehmbar. Bei 300.000 EUR: 1.000 EUR/Monat. Langfristig ist das Depot durch Rendite ausreichend gedeckt.