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📅 Aktualisiert: Juni 2026

Inflationsausgleich-Rechner 2026

Gehalt & Kaufkraft

Der Inflationsausgleich zeigt, wie viel Gehaltserhöhung nötig ist um die Kaufkraft zu erhalten. Bei einer Inflation von 2,5% braucht man eine Gehaltserhöhung von mindestens 2,5% um keine Kaufkraft zu verlieren. Wer weniger bekommt, verliert real an Einkommenskraft.

Die Inflationsausgleichsprämie (IAP) war eine steuer- und sozialversicherungsfreie Sonderzahlung bis 3.000 € (galt bis 31.12.2024). Sie ist 2025 ausgelaufen. Laufende Lohnerhöhungen sind dagegen voll steuer- und SV-pflichtig.

Reale Lohnerhöhung = Nominale Lohnerhöhung − Inflationsrate. Bei 4% Gehaltserhöhung und 2,5% Inflation: nur 1,5% reales Plus. Bei Tarifverhandlungen ist die reale Lohnerhöhung die wichtigste Kennzahl — nicht die nominale.

📋 Rechtliche Grundlage: Inflationsrate: Verbraucherpreisindex (VPI), Statistisches Bundesamt. Reallohnentwicklung: Bundesbank-Monatsberichte. Inflationsausgleichsprämie (IAP): §3 Nr.11c EStG (ausgelaufen 31.12.2024). Tarifliche Lohnerhöhungen: WSI-Tarifarchiv.
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Prognose 2026: ca. 2,3–2,8% (Destatis)

Nominale Erhöhung
Reale Erhöhung
Neues Gehalt
Kaufkraftentwicklung
Aktuelles Gehalt
Gehaltserhöhung (%)
Neues Gehalt (nominal)
Inflation
Kaufkraftäquivalent (real)
Reale Veränderung
Mindest-Erhöhung für Kaufkrafterhalt

📊 Rechenbeispiel: 3.500 € Gehalt · 3,5% Erhöhung · 2,5% Inflation

Neues Gehalt
3.622,50 €
Inflationsanpassung nötig
3.587,50 €
Reale Erhöhung
ca. 1,0% = +35 € real
Kaufkraftgewinn
✅ Ja (+35 €/Mon.)
Min. für Kaufkrafterhalt
2,5% = +87,50 €
Nominale Erhöhung
+3,5% = +122,50 €

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen realer und nominaler Lohnerhöhung?

Nominale Lohnerhöhung: Der prozentuale Anstieg des Gehalts in Euro. Reale Lohnerhöhung: Nominale Erhöhung minus Inflationsrate = echter Kaufkraftgewinn. Beispiel: 4% Lohnerhöhung bei 2,5% Inflation = 1,5% realer Zuwachs. Bei 2% Lohnerhöhung und 2,5% Inflation: −0,5% Kaufkraftverlust!

Wie viel Gehaltserhöhung brauche ich um inflationsneutral zu bleiben?

Mindestens die aktuelle Inflationsrate: ca. 2,3–2,8% für 2026. Tarifverhandlungen orientieren sich daran. Wichtig: Auch Steuerprogression frisst real: Eine Erhöhung von 100 € brutto kommt nicht vollständig an (Grenzsteuersatz). Reale Kaufkrafterhaltung braucht oft 3–4% nominale Erhöhung.

Was war die Inflationsausgleichsprämie?

Bis 31.12.2024 durften Arbeitgeber ihren Mitarbeitern bis zu 3.000 € steuer- und SV-frei als Inflationsausgleich zahlen. Viele Tarifverträge (IG Metall, ver.di, TVöD) haben diese genutzt. Seit 2025 ist die IAP ausgelaufen — sie kann nicht mehr steuerfrei gezahlt werden.

Wie verhandele ich erfolgreich eine Gehaltserhöhung?

Vorbereitung: Marktvergleich (Gehaltsvergleiche, LinkedIn Salary), eigene Leistungen dokumentieren. Timing: Nach positivem Jahresgespräch, nach einem Erfolg. Forderung: 5–10% sind realistisch. Argumentation: Inflation + Marktentwicklung + eigene Leistung. Alternative: Wenn kein Gehalt, dann Benefits (Home Office, Weiterbildung, Urlaub).