Einspeisevergütung, Steuerbefreiung und Wirtschaftlichkeit erklärt
Photovoltaik boomt in Deutschland: 2025 wurden über 1,5 Millionen neue Anlagen installiert. Die Gründe sind klar — gesunkene Anlagenkosten, stabile Einspeisevergütung und seit 2023 eine weitgehende Steuerbefreiung für private Solaranlagen. Dieser Ratgeber erklärt, was Sie wissen müssen.
Die Preise für Solaranlagen sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. 2026 kostet eine typische Anlage:
| Anlagengröße | Geeignet für | Kosten inkl. Installation | Jahresertrag (ca.) |
|---|---|---|---|
| 5 kWp | Kleines Haus / 2-3 Personen | 8.000–12.000 EUR | 4.500 kWh |
| 10 kWp | Mittleres Haus / 4-5 Personen | 14.000–20.000 EUR | 9.000 kWh |
| 15 kWp | Großes Haus / Wärmepumpe | 20.000–28.000 EUR | 13.500 kWh |
Strom, den Sie nicht selbst verbrauchen, wird ins Netz eingespeist und vergütet. Die Einspeisevergütung für neue Anlagen (ab Inbetriebnahme im 1. Quartal 2026):
| Anlagengröße | Vergütung (Volleinspeisung) | Vergütung (Teileinspeisung) |
|---|---|---|
| Bis 10 kWp | 12,9 ct/kWh | 8,11 ct/kWh |
| 10-40 kWp | 10,56 ct/kWh | 7,03 ct/kWh |
| 40-100 kWp | 10,56 ct/kWh | 5,74 ct/kWh |
Die Vergütung wird für 20 Jahre garantiert. Neue Anlagen bekommen alle 6 Monate einen leicht reduzierten Satz (Degression).
Seit dem 1. Januar 2023 gilt für private Photovoltaikanlagen eine weitgehende Steuerbefreiung:
Wie schnell sich eine Anlage amortisiert, hängt vom Strompreis, der Einspeisevergütung und dem Eigenverbrauch ab:
Hauptförderung ist die gesetzliche Einspeisevergütung (8-13 ct/kWh für 20 Jahre). Dazu KfW-Kredite (Programm 270) zu günstigen Zinsen. Viele Bundesländer und Gemeinden bieten zusätzliche Zuschüsse. Balkonkraftwerke werden oft mit 50-200 EUR gefördert.
Seit 2023: Ja, für Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern. Keine Einkommensteuer auf PV-Einnahmen, 0% Umsatzsteuer beim Kauf. Keine Gewerbeanmeldung nötig. Das gilt für Neuanlagen — für ältere Anlagen gelten Übergangsregeln.
Bei einer 10-kWp-Anlage (ca. 17.000 EUR) und 40% Eigenverbrauch: etwa 10 Jahre. Mit Batteriespeicher verlängert sich die Amortisation, aber der Komfort steigt. Danach produziert die Anlage noch 10-15 Jahre quasi kostenlos Strom.
Auf dem Dach: Meist keine Baugenehmigung nötig (außer Denkmalschutz). Netzanmeldung beim Netzbetreiber und Marktstammdatenregister sind Pflicht. Balkonkraftwerke bis 800 W: Seit 2024 nur noch vereinfachte Anmeldung beim Netzbetreiber.
📚 Quellen: EEG 2023, §3 EStG, KfW-Förderprogramm 270, Bundesnetzagentur · Alle Angaben ohne Gewähr · Stand Juli 2026