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Photovoltaik in Deutschland 2026: Förderung, Kosten und Amortisation

Einspeisevergütung, Steuerbefreiung und Wirtschaftlichkeit erklärt

📅 Aktualisiert: Juli 2026
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Dr. Anna Bergmann
Steuerexpertin & Chefredakteurin · DeutscheRechner.de · 📅 Aktualisiert: Juli 2026

Photovoltaik boomt in Deutschland: 2025 wurden über 1,5 Millionen neue Anlagen installiert. Die Gründe sind klar — gesunkene Anlagenkosten, stabile Einspeisevergütung und seit 2023 eine weitgehende Steuerbefreiung für private Solaranlagen. Dieser Ratgeber erklärt, was Sie wissen müssen.

Kosten einer Photovoltaikanlage 2026

Die Preise für Solaranlagen sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. 2026 kostet eine typische Anlage:

AnlagengrößeGeeignet fürKosten inkl. InstallationJahresertrag (ca.)
5 kWpKleines Haus / 2-3 Personen8.000–12.000 EUR4.500 kWh
10 kWpMittleres Haus / 4-5 Personen14.000–20.000 EUR9.000 kWh
15 kWpGroßes Haus / Wärmepumpe20.000–28.000 EUR13.500 kWh
Zusatzkosten beachten: Batteriespeicher kosten zusätzlich ca. 800-1.200 EUR/kWh Kapazität. Ein 10 kWh-Speicher kostet also ca. 8.000-12.000 EUR extra — kann aber die Eigenverbrauchsquote von 30% auf 70%+ erhöhen.

Einspeisevergütung 2026

Strom, den Sie nicht selbst verbrauchen, wird ins Netz eingespeist und vergütet. Die Einspeisevergütung für neue Anlagen (ab Inbetriebnahme im 1. Quartal 2026):

AnlagengrößeVergütung (Volleinspeisung)Vergütung (Teileinspeisung)
Bis 10 kWp12,9 ct/kWh8,11 ct/kWh
10-40 kWp10,56 ct/kWh7,03 ct/kWh
40-100 kWp10,56 ct/kWh5,74 ct/kWh

Die Vergütung wird für 20 Jahre garantiert. Neue Anlagen bekommen alle 6 Monate einen leicht reduzierten Satz (Degression).

Steuerbefreiung seit 2023

Seit dem 1. Januar 2023 gilt für private Photovoltaikanlagen eine weitgehende Steuerbefreiung:

Wirtschaftlichkeit und Amortisation

Wie schnell sich eine Anlage amortisiert, hängt vom Strompreis, der Einspeisevergütung und dem Eigenverbrauch ab:

Beispielrechnung: 10 kWp Anlage

Förderungen und Kredite

💡 Tipp Balkonkraftwerk: Für Mieter oder bei kleinem Budget: Balkonkraftwerke (bis 800 W) kosten nur 300-600 EUR, brauchen keine Genehmigung und amortisieren sich in 2-4 Jahren. Seit 2024 sind sie in Deutschland bis 800 W ohne Anmeldung beim Netzbetreiber erlaubt.

Worauf beim Kauf achten?

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Häufige Fragen (FAQ)

Welche Förderung gibt es für Photovoltaik 2026?

Hauptförderung ist die gesetzliche Einspeisevergütung (8-13 ct/kWh für 20 Jahre). Dazu KfW-Kredite (Programm 270) zu günstigen Zinsen. Viele Bundesländer und Gemeinden bieten zusätzliche Zuschüsse. Balkonkraftwerke werden oft mit 50-200 EUR gefördert.

Ist eine Photovoltaikanlage steuerfrei?

Seit 2023: Ja, für Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern. Keine Einkommensteuer auf PV-Einnahmen, 0% Umsatzsteuer beim Kauf. Keine Gewerbeanmeldung nötig. Das gilt für Neuanlagen — für ältere Anlagen gelten Übergangsregeln.

Wie lange dauert die Amortisation?

Bei einer 10-kWp-Anlage (ca. 17.000 EUR) und 40% Eigenverbrauch: etwa 10 Jahre. Mit Batteriespeicher verlängert sich die Amortisation, aber der Komfort steigt. Danach produziert die Anlage noch 10-15 Jahre quasi kostenlos Strom.

Brauche ich eine Genehmigung für Photovoltaik?

Auf dem Dach: Meist keine Baugenehmigung nötig (außer Denkmalschutz). Netzanmeldung beim Netzbetreiber und Marktstammdatenregister sind Pflicht. Balkonkraftwerke bis 800 W: Seit 2024 nur noch vereinfachte Anmeldung beim Netzbetreiber.

📚 Quellen: EEG 2023, §3 EStG, KfW-Förderprogramm 270, Bundesnetzagentur · Alle Angaben ohne Gewähr · Stand Juli 2026