Wer einen Firmenwagen auch privat nutzen darf, muss den geldwerten Vorteil versteuern. Bei der 1%-Regel beträgt der monatliche geldwerte Vorteil 1% des Bruttolistenpreises des Fahrzeugs. Dazu kommen 0,03% des Listenpreises pro Entfernungskilometer für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte.
Das Fahrtenbuch ist die Alternative: Hier werden nur die tatsächlich privat gefahrenen Kilometer besteuert. Es lohnt sich wenn der Privatanteil unter ca. 30% liegt. Das Fahrtenbuch muss lückenlos, zeitnah und manipulationssicher geführt werden — das Finanzamt prüft es intensiv.
Für Elektroautos und Plug-in-Hybride gilt eine besonders günstige Regelung: Reine Elektrofahrzeuge mit einem Listenpreis bis 70.000 € werden nur mit 0,25% besteuert (statt 1%). Plug-in-Hybride mit mindestens 60 km elektrischer Reichweite: 0,5%. Diese Förderung gilt bis mindestens Ende 2030.
Elektroauto-Vorteil: Bei einem Tesla Model 3 (Listenpreis 42.000 €) beträgt der GvV nur 0,25% × 42.000 = 105 €/Monat (statt 420 € bei Verbrenner). Das spart dem Arbeitnehmer ca. 80–100 €/Monat netto!
📊 Rechenbeispiel: Verbrenner 40.000 € · 20 km Arbeitsweg · STK I
Der geldwerte Vorteil für die Privatnutzung beträgt monatlich 1% des Bruttolistenpreises (inkl. MwSt und Sonderausstattung). Dazu: 0,03% des Listenpreises × Entfernungskilometer zur Arbeit monatlich. Dieser Betrag wird dem Gehalt hinzugerechnet und normal versteuert. Kein Einzelnachweis erforderlich.
Wann lohnt sich das Fahrtenbuch?
Das Fahrtenbuch lohnt sich wenn der Privatanteil unter ca. 25–30% liegt. Formel: Tatsächliche Privatkosten < GvV nach 1%-Regel. Nachteil: Aufwändige Führung — jede Fahrt mit Datum, Ziel, Zweck und km-Stand eintragen. Lücken führen zur Verwerfung durch das Finanzamt → dann gilt die 1%-Regel.
Wie wird der Dienstwagen bei Elektro besteuert?
Reine Elektroautos bis 70.000 € Listenpreis: 0,25% statt 1%. Über 70.000 €: 0,5%. Plug-in-Hybride mit mind. 60 km elektrischer Reichweite: 0,5%. Regelung gilt bis Ende 2030. Beispiel: Tesla Model 3 (42.000 €): 0,25% × 42.000 = 105 €/Mon. GvV statt 420 € → Ersparnis ca. 80–100 € netto/Monat.
Kann ich als Arbeitnehmer die Entfernungspauschale trotz Dienstwagen nutzen?
Nein — wenn der Dienstwagen für Fahrten Wohnung–Arbeit genutzt wird, entfällt die Pendlerpauschale. Der geldwerte Vorteil für Fahrten Wohnung–Arbeit (0,03%/km/Monat) ersetzt die Pendlerpauschale. Allerdings: Wer den Dienstwagen nicht für Fahrten zur Arbeit nutzt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln pendelt, kann beides kombinieren.
📖 Dienstwagen 2026 – 1%-Regel vs. Fahrtenbuch erklärt
Wer einen Dienstwagen auch privat nutzen darf, muss den geldwerten Vorteil versteuern. Es gibt zwei Methoden: die einfache 1%-Regel und das aufwändigere aber oft günstigere Fahrtenbuch.
Methode
Berechnung
Vorteil
Nachteil
1%-Regel
1% des Bruttolistenpreises/Monat
Einfach, kein Aufwand
Teuer bei wenig Privatfahrten
Fahrtenbuch
Anteil Privatfahrten × Gesamtkosten
Günstiger bei < 30% Privatnutzung
Lückenloses Führen Pflicht
1%-Regel Beispiel:
Bruttolistenpreis: 40.000 EUR
Geldwerter Vorteil: 1% × 40.000 = 400 EUR/Monat
+ Fahrtkosten zur Arbeit: 0,03% × 40.000 × 20 km = 240 EUR/Monat
= Gesamter geldwerter Vorteil: 640 EUR/Monat
Steuer (Stk. I, ~30%): ca. 192 EUR/Monat extra Steuerlast
Elektroauto und PHEV: Sonderregelung 2026
Bei Elektroautos und Plug-in-Hybriden gelten reduzierte Steuersätze:
Elektroauto bis 70.000 EUR: nur 0,25% des Listenpreises (statt 1%)
Elektroauto über 70.000 EUR: 0,5% des Listenpreises
PHEV (mind. 60 km Reichweite oder max. 50g CO₂/km): 0,5%
PHEV (weniger als 60 km elektrisch): volle 1%-Regel
📚 Quellen: §§ 6, 8 EStG, BMF-Schreiben zur Dienstwagenbesteuerung 2026, §6 Abs. 1 Nr. 4 EStG
❓ Häufige Fragen zum Dienstwagen
Was ist die 1%-Regel beim Dienstwagen?
Bei der 1%-Regel wird monatlich 1% des Bruttolistenpreises (Neupreis inkl. Sonderausstattung) als geldwerter Vorteil versteuert. Dazu kommt 0,03% pro Kilometer Entfernung zur Arbeitsstätte für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeit. Der geldwerte Vorteil erhöht das zu versteuernde Einkommen.
Wann lohnt sich das Fahrtenbuch?
Das Fahrtenbuch lohnt sich wenn der Privatanteil unter 30% der Gesamtfahrleistung liegt. Dann ist der tatsächliche Privatanteil an den Gesamtkosten geringer als der pauschale 1%-Wert. Nachteil: Jede Fahrt muss lückenlos mit Datum, Ziel, Zweck und km-Stand dokumentiert werden.
Wie wird ein Elektro-Dienstwagen besteuert?
Elektroautos bis 70.000 EUR Listenpreis werden nur mit 0,25% (statt 1%) versteuert. Das ist eine enorme Ersparnis: Bei 50.000 EUR Listenpreis zahlt man nur 125 EUR/Monat geldwerten Vorteil statt 500 EUR. Über 70.000 EUR gilt 0,5%. Die Regelung ist bis Ende 2030 befristet.
Kann ich als Selbstständiger einen Dienstwagen absetzen?
Ja. Bei Selbstständigen wird das Fahrzeug als Betriebsvermögen geführt. Bei über 50% betrieblicher Nutzung: volles Betriebsvermögen, private Nutzung wird als Entnahme versteuert (ebenfalls 1%-Regel oder Fahrtenbuch). Bei 10-50%: gewillkürtes Betriebsvermögen möglich.
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