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📅 Aktualisiert: Juni 2026

Liquiditätsplanung Rechner 2026

Cashflow für KMU

Die Liquiditätsplanung ist für Selbstständige und kleine Unternehmen überlebenswichtig. Viele profitable Unternehmen scheitern nicht wegen mangelndem Gewinn, sondern weil sie ihre Rechnungen nicht rechtzeitig bezahlen können — das nennt man Illiquidität. Ein solider Liquiditätsplan verhindert das.

Liquidität bedeutet: Zahlungsfähigkeit. Ein Unternehmen ist liquide wenn alle fälligen Verbindlichkeiten pünktlich bezahlt werden können. Der Liquiditätspuffer sollte mindestens 2–3 Monatsumsätze betragen — bei saisonalen Schwankungen oder langen Zahlungszielen noch mehr.

Besonders gefährdet sind Freelancer und Dienstleister mit langen Zahlungszielen (30–60 Tage nach Rechnungsstellung) und gleichzeitig laufenden monatlichen Fixkosten. Wer einen großen Auftrag im Januar ausliefert und das Geld erst im März erhält, muss die Zwischenzeit überbrücken.

📋 Rechtliche Grundlage: Liquiditätsplanung: §§18, 19 InsO (Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung). Mahnverfahren: §286 BGB (Verzug), §288 BGB (Verzugszinsen: 9% über Basiszins B2B). Factoring: §398 BGB (Forderungsabtretung). Insolvenzantragspflicht: §15a InsO (spätestens 6 Wochen nach Zahlungsunfähigkeit).
€/Mon.

Alle erwarteten Zahlungseingänge im Durchschnitt

€/Mon.
€/Mon.
€/Mon.

Empfehlung: 30–40% des Gewinns zurücklegen

Monatlicher Cashflow
Empfohlener Puffer
Liquiditätsstatus
Runway (Monate)
Monatliche Einzahlungen
Fixkosten
Variable Kosten
Steuer-Rücklage
Gesamtausgaben
Monatlicher Cashflow
Aktueller Kontostand
Empfohlener Puffer (3 Mon.)
Fehlender Puffer
Runway (Monate ohne Einnahmen)
Zahlungsziele: Stellen Sie Rechnungen sofort aus. Nutzen Sie Skonti (2% bei Zahlung innerhalb 10 Tagen). Bei Zahlungsverzug: Mahnverfahren einleiten (§286 BGB, Verzug nach 30 Tagen). Factoring als Option: Sofortige Liquidität gegen Gebühr (1–3% des Rechnungsbetrags).

📊 Rechenbeispiel: 8.000 € Einzahlungen · 3.500 € Fix · 1.200 € Variabel · 1.000 € Steuer

Einzahlungen
8.000 €/Mon.
Gesamtausgaben
5.700 €/Mon.
Cashflow
2.300 €/Mon.
Empf. Puffer (3 Mon.)
17.100 €
Kontostand
15.000 €
Fehlender Puffer
2.100 €

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Häufige Fragen

Wie viel Liquiditätsreserve sollte ich haben?

Mindestens 2–3 Monatsumsätze als Puffer. Bei saisonalen Schwankungen (Tourismus, Bauwirtschaft): 4–6 Monate. Bei langen Zahlungszielen (60+ Tage): zusätzlich Rücklage für ausstehende Forderungen. Faustregel: Kontostand sollte nie unter 1 Monats-Fixkosten fallen.

Was ist der Runway?

Der Runway zeigt wie viele Monate ein Unternehmen ohne neue Einnahmen überlebt. Berechnung: Kontostand / monatliche Gesamtausgaben. Ein Runway von 6+ Monaten gilt als komfortabel, unter 2 Monaten als kritisch. Für Startups: Runway ist die wichtigste Kennzahl.

Wie verbessere ich meinen Cashflow?

Einzahlungen beschleunigen: Rechnungen sofort stellen, Vorauszahlungen verlangen, Zahlungsziele verkürzen, Skonto anbieten. Auszahlungen verzögern: Zahlungsziele bei Lieferanten aushandeln, Ratenzahlungen vereinbaren. Factoring: Forderungen sofort verkaufen. Liquiditätskredite als letzte Option.

Was passiert bei Zahlungsunfähigkeit?

Zahlungsunfähigkeit liegt vor wenn fällige Zahlungen nicht mehr geleistet werden können. Pflicht: Innerhalb von 6 Wochen Insolvenzantrag stellen (§15a InsO). Verspäteter Antrag: Persönliche Haftung des Geschäftsführers. Frühwarnsystem: Liquiditätsplan wöchentlich aktualisieren.