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📅 Aktualisiert: August 2026

Lohnpfändung-Rechner 2026

Pfändbarer Betrag

Unterlagen zur Berechnung der Lohnpfändung

Foto: Kelly Sikkema auf Unsplash

Bei einer Lohnpfändung darf nur der Teil des Einkommens oberhalb eines gesetzlich festgelegten Pfändungsfreibetrags gepfändet werden — dieser Freibetrag steigt mit der Anzahl der Unterhaltspflichten, um den notwendigen Lebensunterhalt des Schuldners und seiner Angehörigen zu sichern.

Die genaue Pfändungstabelle wird regelmäßig an die Preisentwicklung angepasst und ist in der Pfändungstabelle nach §850c ZPO detailliert für verschiedene Einkommenshöhen und Unterhaltspflichten-Konstellationen aufgeführt.

📋 Rechtliche Grundlage: §850c ZPO. Pfändungsfreigrenze steigt mit Anzahl der Unterhaltspflichten. Grundfreibetrag (ohne Unterhaltspflicht) regelmäßig angepasst.
Pfändbarer Betrag
Verbleibender Selbstbehalt
Pfändungsfreigrenze
Pfändungsquote
Nettoeinkommen
Grundselbstbehalt1.491,75 €
Unterhaltszuschlag
Gesamte Pfändungsfreigrenze
Pfändbarer Betrag
Pfändungsquote
P-Konto: Richten Sie sofort ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) ein wenn eine Pfändung droht. Der monatliche Freibetrag (1.491,75 €) wird automatisch geschützt. Beantragung bei Ihrer Bank kostenlos — jede Bank ist verpflichtet, ein Girokonto auf Antrag als P-Konto zu führen.
🛡️ Zuletzt aktualisiert: 11. August 2026
Geprüft nach: §850c ZPO, aktuelle Pfändungstabelle
Was der Rechner berücksichtigt: Grundprinzip der gestaffelten Pfändungsfreibeträge nach Unterhaltspflichten
Was der Rechner nicht berücksichtigt: Exakte aktuelle Tabellenwerte (werden regelmäßig angepasst), Sonderregelungen bei bestimmten Forderungsarten

📊 Rechenbeispiel: 2.200 € Netto · keine Unterhaltspflichten

Nettoeinkommen
2.200 €
Pfändungsfreigrenze
1.491,75 €
Pfändbarer Betrag
708,25 €
Pfändungsquote
32,2%
Verbleibend
1.491,75 €
P-Konto Schutz
1.491,75 €

Wie sich der Pfändungsfreibetrag zusammensetzt

Je mehr Unterhaltspflichten (Ehepartner, Kinder) bestehen, desto höher der geschützte Freibetrag, der nicht gepfändet werden darf. Oberhalb des Freibetrags wird zudem nur ein gestaffelter Anteil des übersteigenden Einkommens gepfändet, nicht der volle Betrag.

Sonderregelungen bei bestimmten Forderungen

Bei Unterhaltsforderungen (z.B. Kindesunterhalt) gelten niedrigere Pfändungsfreigrenzen als bei regulären Forderungen — der Gesetzgeber räumt Unterhaltsansprüchen eine höhere Priorität ein.

⚠️ Häufige Fehler

1. Pfändungsfreibetrag ohne Berücksichtigung der Unterhaltspflichten berechnen: Der Freibetrag steigt erheblich mit der Anzahl unterhaltsberechtigter Personen.
2. P-Konto nicht rechtzeitig einrichten: Ohne P-Konto kann das gesamte Konto zunächst blockiert werden, bis der Pfändungsschutz nachträglich geltend gemacht wird.
3. Veraltete Pfändungstabelle verwenden: Die Freibeträge werden regelmäßig angepasst — aktuelle Werte sollten geprüft werden.
4. Unterhaltsforderungen mit regulären Forderungen gleichsetzen: Bei Unterhaltsansprüchen gelten niedrigere Pfändungsfreigrenzen.
5. Nebeneinkünfte bei der Berechnung nicht einbeziehen: Auch zusätzliche Einkommensquellen können in die Pfändungsberechnung einfließen.

🔍 Sonderfälle

P-Konto: Über ein Pfändungsschutzkonto kann der Basis-Pfändungsfreibetrag auch ohne gerichtlichen Beschluss automatisch geschützt werden.

Mehrere Gläubiger: Bei mehreren gleichzeitigen Pfändungen gilt grundsätzlich das Prioritätsprinzip nach zeitlicher Reihenfolge der Pfändungsbeschlüsse.

🏛️ Zuständige Behörden

Gerichtsvollzieher / Amtsgericht
Pfändungsverfahren
Schuldnerberatung
Unterstützung bei Überschuldung
📚 Rechtsgrundlagen & Quellen (Stand: 2026):
§850c ZPO

🔗 Verwandte Rechner

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Pfändungsfreigrenze 2026?

Grundfreibetrag: 1.491,75 €/Mon. (für alleinstehende ohne Unterhaltspflichten). Pro unterhaltsberechtigte Person: +561 € Zuschlag (vereinfacht). Ab dem 5. Unterhaltsberechtigten: keine weitere Erhöhung. Alles über der Freigrenze ist pfändbar — aber nur nach der Tabellenstaffel (nicht 100% des Überschusses).

Was ist ein P-Konto?

Ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) ist ein normales Girokonto mit automatischem Pfändungsschutz bis zum Freibetrag (1.491,75 €/Mon.). Wird das Konto gepfändet, kann trotzdem über den Freibetrag verfügt werden. Beantragung kostenlos bei der eigenen Bank. Wichtig: Sofort bei Pfändungsankündigung beantragen — kein rückwirkender Schutz.

Kann das Finanzamt auch pfänden?

Ja — das Finanzamt kann ohne Gerichtsurteil direkt per Pfändungs- und Einziehungsverfügung pfänden. Auch die Sozialversicherungsträger können direkt pfänden. Die Pfändungsfreigrenzen gelten aber auch hier. Besonderheit: Bei Unterhaltspfändungen gilt ein niedrigerer Selbstbehalt (1.450 €).

Was passiert wenn ich mehrere Gläubiger habe?

Der pfändbare Betrag wird zwischen den Gläubigern aufgeteilt — nach Priorität (Reihenfolge der Pfändungen). Unterhaltsansprüche haben Vorrang vor anderen Gläubigern. Bei mehreren Pfändungen: Erst zugestellte Pfändung bekommt bevorzugt bedient. Der Gesamtbetrag der Pfändungen darf den pfändbaren Betrag nicht übersteigen.

Kann ich mein gesamtes Gehalt durch eine Pfändung verlieren?

Nein, das Gesetz schützt einen bestimmten Grundbetrag (Pfändungsfreigrenze) vor Pfändung, der mit der Anzahl der Unterhaltspflichten steigt — dieser Betrag soll den notwendigen Lebensunterhalt sicherstellen. Nur das Einkommen oberhalb dieser Freigrenze kann, und auch dann nur anteilig gestaffelt, gepfändet werden.