P-Konto Rechner 2026
Pfändungsschutz berechnen
Foto: Kelly Sikkema auf Unsplash
Ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) schützt automatisch einen gesetzlich festgelegten Grundfreibetrag vor Kontopfändung, ohne dass hierfür ein gerichtlicher Beschluss notwendig ist — jede Bank ist verpflichtet, auf Wunsch ein normales Girokonto in ein P-Konto umzuwandeln.
Bei Unterhaltspflichten oder bestimmten Sozialleistungen kann der automatische Grundfreibetrag durch eine Bescheinigung (z.B. vom Arbeitgeber, Sozialleistungsträger oder einer Schuldnerberatungsstelle) erhöht werden.
2026: 1.491,75 € (jährlich zum 1. Juli angepasst)
Z.B. Bürgergeld-Zusatzbedarf, Selbstständigen-Erhöhung
| Grundfreibetrag 2026 | — |
| Erhöhung für Unterhalt | — |
| Sonstige Erhöhung | — |
| Gesamter Freibetrag | — |
| Pfändungsschutz / Jahr | — |
📊 Rechenbeispiel: Grundfreibetrag · 1 Unterhaltsberechtigter · 2026
Wie das P-Konto funktioniert
Jedes Girokonto kann kostenfrei in ein P-Konto umgewandelt werden — pro Person darf nur ein P-Konto geführt werden. Der Grundfreibetrag wird automatisch vor Pfändung geschützt, ohne dass hierfür eine gerichtliche Entscheidung notwendig ist.
Erhöhung des Freibetrags
Bei Unterhaltspflichten (Ehepartner, Kinder) oder Bezug bestimmter Sozialleistungen (z.B. Kindergeld) kann der Grundfreibetrag durch eine entsprechende Bescheinigung erhöht werden — diese wird bei der Bank eingereicht und erhöht den geschützten Betrag entsprechend.
⚠️ Häufige Fehler
🔍 Sonderfälle
Nicht verbrauchter Freibetrag: Ein im aktuellen Monat nicht ausgeschöpfter Freibetrag kann unter bestimmten Voraussetzungen in den folgenden Monat übertragen werden.
Gemeinschaftskonten: Bei einem gemeinsamen Konto mehrerer Personen kann dieses nicht direkt als P-Konto geführt werden — eine Umwandlung erfordert meist die Auflösung des Gemeinschaftskontos.
🏛️ Zuständige Behörden
§850k ZPO
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Häufige Fragen
Was ist ein P-Konto?
Ein normales Girokonto mit gesetzlichem Pfändungsschutz bis zum monatlichen Freibetrag. Wird das Konto gepfändet, kann trotzdem über den Freibetrag (1.491,75 €) verfügt werden. Einrichtung kostenlos bei jeder Bank. Sofortige Wirkung. Jeder Kontoinhaber darf nur ein P-Konto haben.
Wie wird der P-Konto-Freibetrag erhöht?
Bescheinigung von: Arbeitgeber (für unterhaltspflichtige Kinder/Ex-Partner), Familienkasse (Kindergeld), Jobcenter (ALG II-Anteile für Kinder), Sozialamt (Sozialleistungsempfänger). Für Selbstständige: Betriebseinnahmen können ebenfalls zum erhöhten Freibetrag führen. Bescheinigung beim Kreditinstitut einreichen.
Was passiert mit nicht verbrauchten Beträgen auf dem P-Konto?
Nicht verbrauchte Freibeträge eines Monats können in den Folgemonat übertragen werden — bis zu 3 Monate. Beispiel: Von 1.491,75 € wurden nur 1.000 € verbraucht → 491,75 € werden übertragen. Das schützt auch größere unregelmäßige Ausgaben (Versicherungen, Jahresbeträge).
Kann das P-Konto gekündigt werden?
Das P-Konto kann vom Kontoinhaber jederzeit in ein normales Konto zurückgewandelt werden. Vom Kreditinstitut: Nur unter denselben Bedingungen wie ein normales Konto. Wichtig: Neue Pfändungen sind dann nicht mehr automatisch geschützt. Empfehlung: P-Konto solange die Pfändungsgefahr besteht beibehalten.
Kostet die Umwandlung in ein P-Konto extra?
Nein, jede Bank ist gesetzlich verpflichtet, ein bestehendes Girokonto auf Wunsch kostenfrei in ein Pfändungsschutzkonto umzuwandeln — es dürfen hierfür keine zusätzlichen Gebühren erhoben werden. Die Kontoführungsgebühren für das P-Konto selbst dürfen zudem nicht höher sein als für ein vergleichbares reguläres Girokonto.