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📅 Aktualisiert: Juni 2026

Rürup-Rente Rechner 2026

Steuerersparnis berechnen

Die Rürup-Rente (Basisrente) ist die staatlich geförderte Altersvorsorge für Selbstständige und Freiberufler. 2026 können bis zu 29.344 € (Ledige) bzw. 58.688 € (Verheiratete) als Sonderausgaben abgesetzt werden — seit 2023 zu 100% (vorher stufenweise steigend).

Der Steuervorteil ist erheblich: Wer 10.000 € in eine Rürup-Rente einzahlt und einen Grenzsteuersatz von 42% hat, spart ca. 4.200 € Steuern — das Geld kostet ihn also nur 5.800 € effektiv. Die Rürup-Rente hat jedoch Einschränkungen: Sie ist nicht kündbar, nicht beleihbar und nicht übertragbar.

Seit 2005 wird die Rürup-Rente nachgelagert besteuert — wie die gesetzliche Rente. Im Rentenalter wird die Zahlung mit dem Besteuerungsanteil des Jahres des Rentenbeginns besteuert. Bei niedrigem Renteneinkommen ist das oft günstiger als die Besteuerung heute.

📋 Rechtliche Grundlage: §10 Abs.1 Nr.2 EStG (Rürup/Basisrente als Sonderausgaben). Höchstbetrag 2026: §10 Abs.3 EStG: 29.344 € (ledig), 58.688 € (verheiratet). Abzug 2026: 100% (seit 2023 vollständig). Gegenrechnung GRV: §10 Abs.3 S.4 EStG. Nachgelagerte Besteuerung: §22 Nr.1a EStG.
€/Jahr
€/Jahr

GRV-Beiträge (Arbeitnehmer + AG-Anteil) mindern den Rürup-Abzug.

Steuerersparnis
Effektive Kosten
Abzugsfähiger Beitrag
Verbleibender Spielraum
Rürup-Beitrag
GRV-Beiträge (Gegenrechnung)
Höchstbetrag
Abzugsfähiger Betrag
Steuerersparnis
Effektive Kosten
Verbleibender Spielraum
Für Selbstständige ideal: Kein GRV-Beitrag → voller Rürup-Spielraum nutzbar. Bei 42% Steuersatz und 10.000 € Beitrag: 4.200 € Steuerersparnis → effektiver Beitrag nur 5.800 €. Vertrags-Vergleich wichtig: ETFs als Basisvertrag oft günstiger als klassische Versicherungen.

📊 Rechenbeispiel: 8.000 € Rürup-Beitrag · ledig · 5.000 € GRV · 35% Steuersatz

Rürup-Beitrag
8.000 €
GRV-Beiträge
5.000 €
Höchstbetrag ledig
29.344 €
Abzugsfähig
8.000 € (unter Grenze)
Steuerersparnis (35%)
2.800 €
Effektive Kosten
5.200 €

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Häufige Fragen

Wer sollte eine Rürup-Rente abschließen?

Primär: Selbstständige und Freiberufler ohne gesetzliche Rentenversicherungspflicht (kein GRV-Beitrag → voller Spielraum). Auch gut: Gutverdiener (Grenzsteuersatz 42%+) — hohe Steuerersparnis heute. Weniger geeignet: Angestellte mit hohem GRV-Beitrag (Spielraum klein) und Riester-Förderung (besser für Familien).

Was sind die Nachteile der Rürup-Rente?

Nicht kündbar, nicht beleihbar, nicht übertragbar (auch nicht vererbbar — außer an Ehepartner). Kapitalauszahlung nicht möglich — nur lebenslange Rente. Im Insolvenzfall: Nicht pfändbar (Vorteil!). Bei Tod vor Rentenbeginn: Kapital geht verloren (außer vertragliche Hinterbliebenenabsicherung).

Rürup als ETF-Basis — was ist das?

Viele Anbieter ermöglichen Rürup-Verträge mit ETF-Anlage statt klassischer Versicherung. Die Einzahlungen werden in ETFs investiert — niedrigere Kosten, bessere Rendite. Bei Rentenbeginn: Umwandlung des ETF-Depots in lebenslange Rente. Flexibler als klassische Rürup, aber immer noch nicht kündbar.

Wie wird die Rürup-Rente im Alter besteuert?

Nachgelagert: Im Rentenbezug wird die Rente mit dem Besteuerungsanteil des Renteneinstiegsjahres besteuert (2026: 84%). Bei vielen Rentnern liegt das zu versteuernde Einkommen unter dem Grundfreibetrag (12.348 €) → sehr geringe oder keine Steuer. Das macht die Rürup-Rente steuerlich sehr attraktiv.