Treppe-Rechner 2026
Stufenmaße & Steigung berechnen
Foto: Efe Kurnaz auf Unsplash
Die DIN 18065 legt für den Wohnungsbau ergonomisch sinnvolle Verhältnisse zwischen Stufenhöhe und Stufentiefe fest — die sogenannte Schrittmaßregel (2 × Steigung + Auftritt = 59-65 cm) sorgt für ein natürliches, sicheres Gehverhalten auf der Treppe.
Bei einer falschen Stufenberechnung kann eine Treppe unbequem oder sogar gefährlich zu begehen sein — zu hohe Stufen erschweren das Steigen, zu niedrige Stufen mit großem Auftritt führen zu einem unnatürlichen, "stolpernden" Gehrhythmus.
| Geschosshöhe | — |
| Steigung je Stufe | — |
| Anzahl Stufen | — |
| Exakte Steigung | — |
| Auftritt (Schrittmaßregel) | — |
| Schrittmaß | — |
| Lauflänge gesamt | — |
| Treppenneigung | — |
📊 Rechenbeispiel: 270 cm Geschosshöhe · 18 cm Steigung
Die Schrittmaßregel
Diese Formel (2 × Steigungshöhe + Auftrittstiefe = 59-65 cm) basiert auf der durchschnittlichen menschlichen Schrittlänge und sorgt für ein angenehmes, sicheres Treppensteigen. Bei zu steilen Treppen (hohe Steigung, geringer Auftritt) wird das Steigen anstrengender, bei zu flachen Treppen (niedrige Steigung, großer Auftritt) wird der Gehrhythmus gestört.
Rechenbeispiel
Raumhöhe 260 cm, gewünschte Steigung 18 cm: Anzahl Stufen = 260 ÷ 18 ≈ 14,4, aufgerundet 15 Stufen. Tatsächliche Steigung = 260 ÷ 15 ≈ 17,3 cm. Nach Schrittmaßregel: Auftritt = 63 − (2 × 17,3) ≈ 28,4 cm.
⚠️ Häufige Fehler
🔍 Sonderfälle
Wendeltreppen: Bei gewendelten Treppen ist die Berechnung komplexer, da sich die Auftrittstiefe je nach Position auf der Stufe (innen vs. außen) unterscheidet.
Außentreppen: Hier gelten oft andere, meist flachere Steigungsverhältnisse als bei Innentreppen, um die Sicherheit bei Witterungseinflüssen (Nässe, Laub) zu erhöhen.
🏛️ Zuständige Behörden
DIN 18065 – Gebäudetreppen
🔗 Verwandte Rechner
Häufige Fragen
Was ist die Schrittmaßregel?
Schrittmaßregel: 2 × Steigung (s) + Auftritt (a) = 63 cm. Bei 18 cm Steigung: 2×18 = 36, also Auftritt = 63−36 = 27 cm. Diese Formel entspricht dem natürlichen Schritt eines Menschen und macht die Treppe bequem. Zulässiger Bereich: 59–65 cm.
Wie viele Stufen brauche ich?
Stufen = Geschosshöhe ÷ Steigung, aufgerundet. Dann exakte Steigung = Geschosshöhe ÷ Stufenanzahl. Wichtig: Alle Stufen müssen gleich hoch sein (Ausnahme max. ±5 mm). Unterschiedliche Stufenhöhen sind unfallgefährlich und verboten.
Was kostet eine neue Treppe?
Holztreppe (Massivholz): 3.000–8.000 €. Stahltreppe (modern): 4.000–12.000 €. Betontreppe (Neubau): 2.000–5.000 €. Wendeltreppe: 2.000–15.000 € je nach Material. Treppenrenovierung (Stufen überkleben): 1.500–4.000 €. Handlauf erneuern: 500–2.000 €.
Was ist beim Handlauf zu beachten?
Handlaufpflicht ab 4 Stufen. Mindesthöhe: 85–90 cm über Stufenvorderkante. Ab 12 m Absturzhöhe: mind. 110 cm. Handlauf muss gut greifbar sein (Rundprofil ø 35–45 mm optimal). Geländer: Füllstäbe max. 12 cm Abstand (Kindersicherheit). DIN 18065 und Landesbauordnungen beachten.
Warum müssen alle Stufen einer Treppe exakt gleich hoch sein?
Ungleiche Stufenhöhen stören den natürlichen, automatisierten Gehrhythmus beim Treppensteigen erheblich — bereits geringe Abweichungen von wenigen Millimetern zwischen einzelnen Stufen erhöhen das Stolper- und Sturzrisiko deutlich, da der Fuß unbewusst die gleiche Bewegung für jede Stufe erwartet. Eine gleichmäßige, korrekt berechnete Stufenhöhe ist daher ein zentraler Sicherheitsfaktor beim Treppenbau.