Das Urlaubsgeld ist eine freiwillige oder tariflich vereinbarte Sonderzahlung des Arbeitgebers für den Urlaub. Einen gesetzlichen Anspruch auf Urlaubsgeld gibt es in Deutschland nicht — es muss im Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder per Betriebsvereinbarung geregelt sein. Üblich sind 50–100% eines Monatsgehalts als Urlaubsgeld.
Das Urlaubsgeld wird steuerlich wie normales Gehalt behandelt — es unterliegt der Lohnsteuer, dem Solidaritätszuschlag und allen Sozialversicherungsbeiträgen. Durch die Zusammenballung in einem Monat kann es zu einem höheren Steuerabzug führen. Die Fünftelregelung gilt für Urlaubsgeld grundsätzlich nicht (anders als bei Abfindungen).
Viele Arbeitnehmer unterschätzen die Steuerbelastung beim Urlaubsgeld: Ein Monatsgehalt von 3.000 € plus 1.500 € Urlaubsgeld ergibt im Auszahlungsmonat 4.500 € Brutto — der Steuerabzug ist dann deutlich höher als im Normalmonat, da der progressive Steuertarif greift.
📋 Rechtliche Grundlage: §611a BGB (Arbeitsvertrag), §4a EFZG (Urlaubsgeld). Kein gesetzlicher Anspruch — nur vertraglich/tariflich. Steuerlich: normaler Arbeitslohn §19 EStG, Lohnsteuer nach Jahrestabelle. SV-Beitragspflicht: ja, voll. Rückzahlungsklauseln: BGH-Urteil — nur zulässig bis max. 6 Monate Bindungsfrist.
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Urlaubsgeld netto
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Gesamtnetto im Monat
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Steuern auf Urlaubsgeld
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Effektiver Steuersatz
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Normales Bruttogehalt
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Urlaubsgeld brutto
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Gesamtbrutto im Monat
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Normales Netto (ohne UG)
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Gesamtnetto (mit UG)
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Urlaubsgeld netto
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Tipp: Wann kommt das Urlaubsgeld? Meist zum 1. Juni oder mit dem Junigehalt. Im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag nachlesen. Bei Kündigung vor dem Fälligkeitsdatum kann ein anteiliger Anspruch bestehen (Rückzahlungsklauseln prüfen!).
Gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf Urlaubsgeld?
Nein — das Urlaubsgeld ist eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers. Es entsteht nur durch Regelung im Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder per betrieblicher Übung (3 Jahre regelmäßige Zahlung ohne Freiwilligkeitsvorbehalt). Etwa 45% der Arbeitnehmer in Deutschland erhalten Urlaubsgeld.
Wann wird Urlaubsgeld üblicherweise ausgezahlt?
Meistens zusammen mit dem Maigehalt (Ende Mai) oder Junigehalt — vor der Haupturlaubssaison. Im öffentlichen Dienst (TVöD): Juli. Manche Arbeitgeber zahlen anteilig zu Beginn des Jahresurlaubs. Der genaue Termin steht im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag.
Muss ich Urlaubsgeld zurückzahlen wenn ich kündige?
Rückzahlungsklauseln sind grundsätzlich möglich, aber begrenzt: Klauseln die mehr als 6 Monate Bindung verlangen, sind unwirksam (BAG-Urteile). Erlaubt: Rückzahlung wenn Arbeitnehmer vor dem 30.06. auf eigenen Wunsch kündigt. Nicht erlaubt: Rückzahlung bei Kündigung durch Arbeitgeber.
Wie unterscheidet sich Urlaubsgeld von Weihnachtsgeld?
Urlaubsgeld: Zahlung vor dem Sommerurlaub, meist Mai/Juni. Weihnachtsgeld: Zahlung im November/Dezember. Steuerlich identisch behandelt. Manche Arbeitgeber zahlen nur eines von beiden oder kombinieren beides als 'Jahressonderzahlung'. In der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall) gibt es tariflich gesichertes Urlaubsgeld.
📖 Urlaubsgeld 2026 – Was ist das und wer bekommt es?
Das Urlaubsgeld ist eine zusätzliche Sonderzahlung, die viele Arbeitgeber ihren Beschäftigten vor dem Urlaub zahlen. Wichtig: Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf Urlaubsgeld — es entsteht nur durch Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder freiwillige Zusage des Arbeitgebers.
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Kein gesetzlicher Anspruch! Nur durch Tarifvertrag oder freiwillig
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Typisch: 50–100% des Monatsgehalts (wo vorhanden)
📅
Zeitpunkt meist Mai–Juli vor Sommerurlaub
🧾
Steuerpflichtig voll lohnsteuerpflichtig
Wie wird das Urlaubsgeld versteuert?
Das Urlaubsgeld ist voll lohnsteuerpflichtig und wird im Monat der Auszahlung zum regulären Gehalt addiert. Das kann durch die Steuerprogression dazu führen, dass in diesem Monat eine deutlich höhere Lohnsteuer anfällt. In der Jahressteuererklärung gleicht sich das aber oft wieder aus.
Brutto-Urlaubsgeld
Steuer ca. (Stk. I)
Netto ca.
500 EUR
~130 EUR
~370 EUR
1.000 EUR
~280 EUR
~720 EUR
1.500 EUR
~440 EUR
~1.060 EUR
2.000 EUR
~600 EUR
~1.400 EUR
📚 Quellen: § 38 EStG, BAG-Rechtsprechung zum Urlaubsgeld, BMF 2026 · Netto-Schätzwerte abhängig von Steuerklasse und Gesamtgehalt
❓ Häufige Fragen zum Urlaubsgeld
Habe ich gesetzlichen Anspruch auf Urlaubsgeld?
Nein. Es gibt kein Gesetz das Urlaubsgeld vorschreibt. Anspruch entsteht nur durch: Tarifvertrag (z.B. Einzelhandel, öffentlicher Dienst), Betriebsvereinbarung oder freiwillige Zusage des Arbeitgebers. Hat der AG es einmal gezahlt, kann durch betriebliche Übung ein Anspruch entstehen.
Wie viel Urlaubsgeld ist üblich?
Das variiert stark je nach Branche und Unternehmen. Im öffentlichen Dienst (TVöD) gibt es bis zu 332 EUR/Jahr pauschal. Im Einzelhandel ca. 50-62% des Monatsgehalts. Viele Industrieunternehmen zahlen 100% eines Monatsgehalts. Ohne Tarifvertrag entscheidet der Arbeitgeber frei.
Muss ich Urlaubsgeld zurückzahlen wenn ich kündige?
Nur wenn eine Rückzahlungsklausel vereinbart wurde. Solche Klauseln sind zulässig wenn das Urlaubsgeld mehr als 100 EUR beträgt und die Rückzahlung bei Kündigung innerhalb eines bestimmten Zeitraums (meist bis 30. November) vereinbart ist. Ohne Klausel kein Rückzahlungsanspruch.
Was ist der Unterschied zwischen Urlaubsgeld und Urlaubsentgelt?
Urlaubsentgelt ist das normale Gehalt das während des Urlaubs weiterläuft — darauf hat jeder gesetzlichen Anspruch (§ 11 BUrlG). Urlaubsgeld ist eine zusätzliche Sonderzahlung zusätzlich zum Urlaubsentgelt — darauf gibt es keinen gesetzlichen Anspruch.
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