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📅 Aktualisiert: August 2026

Renovierungsplan-Rechner 2026

Gesamtkosten planen

Renovierungsprojekt in einer Wohnung

Foto: Josue Isai Ramos Figueroa auf Unsplash

Eine umfassende Wohnungsrenovierung umfasst meist mehrere Gewerke gleichzeitig — von Malerarbeiten über Bodenbeläge bis zu Elektro- und Sanitärarbeiten — eine realistische Gesamtbudgetplanung sollte alle relevanten Kostenblöcke berücksichtigen, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Als Faustregel für eine umfassende, aber nicht luxuriöse Renovierung gelten oft 300-600 € pro Quadratmeter, wobei der genaue Betrag stark vom Umfang (Teilrenovierung vs. Komplettsanierung) und Ausstattungsniveau abhängt.

📋 Richtwerte 2026: Teilrenovierung (Malerarbeiten, Boden): 100-250 €/m². Umfassende Renovierung (inkl. Elektro/Sanitär): 300-600 €/m²+.
Gesamtkosten
Mit 20% Puffer
Kosten / m²
BEG-Förderung (ca.)
Dach + Dämmung
Fenster
Heizung
Bad + Küche
Boden + Wände
Elektrik
Gesamt (ohne Puffer)
🛡️ Zuletzt aktualisiert: 11. August 2026
Geprüft nach: Aktuelle Marktdurchschnittswerte für Wohnungsrenovierungen
Was der Rechner berücksichtigt: Kostenschätzung nach Renovierungsumfang und Quadratmeterzahl
Was der Rechner nicht berücksichtigt: Individuelle Sonderwünsche im Detail, verdeckte Bausubstanzmängel, die erst während der Renovierung entdeckt werden

📊 Rechenbeispiel: 130 m² · Bj. 1980 · Komplettsanierung

Dach + Dämmung
ca. 35.000 €
Fenster
ca. 18.000 €
Heizung (WP)
ca. 16.000 €
Bad + Küche
ca. 22.000 €
Boden + Wände
ca. 14.000 €
Gesamt + Puffer
ca. 132.000 €

Was den Gesamtumfang beeinflusst

Reine optische Auffrischung (Streichen, neuer Bodenbelag): günstigste Option. Umfassende Renovierung mit Elektro- und Sanitärerneuerung: deutlich teurer, aber oft bei älteren Bestandsimmobilien notwendig. Komplettsanierung mit Grundrissänderungen: die kostspieligste Variante.

Rechenbeispiel

80 m² Wohnung, umfassende Renovierung (400 €/m²): Gesamtbudget = 80 × 400 € = 32.000 €, vor Berücksichtigung eines Sicherheitspuffers für unvorhergesehene Kosten.

⚠️ Häufige Fehler

1. Keinen Sicherheitspuffer für unvorhergesehene Kosten einplanen: Besonders bei Altbauten können während der Arbeiten unerwartete Mängel entdeckt werden.
2. Verschiedene Gewerke ohne koordinierte Gesamtplanung beauftragen: Eine unkoordinierte Reihenfolge kann zu ineffizienten Abläufen und Mehrkosten führen.
3. Eigenleistungspotenzial nicht realistisch einschätzen: Sowohl Über- als auch Unterschätzung der eigenen Fähigkeiten kann zu Problemen führen.
4. Nur die Handwerkerkosten ohne Materialkosten kalkulieren: Je nach Vereinbarung können Materialkosten separat zu den reinen Arbeitskosten anfallen.
5. Zeitplan für die Gesamtrenovierung zu optimistisch ansetzen: Verzögerungen bei einem Gewerk können Folgearbeiten verschieben.

🔍 Sonderfälle

Sicherheitspuffer: Bei Renovierungsprojekten, besonders in Altbauten, sollte immer ein zusätzlicher Puffer von 10-20% für unerwartete, während der Arbeiten entdeckte Mängel eingeplant werden.

Eigenleistung: Wer Teile der Arbeiten selbst übernimmt (z.B. Streichen), kann die Gesamtkosten erheblich senken, benötigt aber entsprechende Zeit und handwerkliches Geschick.

🏛️ Zuständige Behörden

Generalunternehmer / Architekt
Koordinierte Renovierungsplanung
📚 Rechtsgrundlagen & Quellen (Stand: 2026):
Marktstudien Renovierung und Sanierung

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Häufige Fragen

Wie viel kostet eine Komplettsanierung?

EFH 130 m² (Bj. 1980): 80.000–160.000 €. Altbau vor 1960: 120.000–200.000+ €. Kernsanierung: 150.000–300.000 €. Mit BEG-Förderung: ca. 20–30% weniger Eigenanteil. Immer 15–20% Puffer einplanen!

In welcher Reihenfolge sanieren?

1. Dach und Dachbodendämmung. 2. Außenwanddämmung. 3. Fenster. 4. Heizung (nach Hüllensanierung kleiner dimensionieren!). 5. Elektrik. 6. Sanitär (Bad, WC). 7. Böden. 8. Küche. 9. Malerarbeiten. 10. Außenanlage. So: Keine Doppelarbeit!

Gibt es Förderung für Komplettsanierung?

BEG-WG (KfW 261): Wenn Effizienzhaus-Standard erreicht, Kredit bis 150.000 € + Tilgungszuschuss 5–20%. Einzel-BEG (BAFA): Je Maßnahme 15–40%. §35c EStG: 20% der Kosten über 3 Jahre. Kombination: Einzel-BEG und §35c nicht für gleiche Maßnahme.

Kernsanierung oder Neubau?

Kernsanierung: Erhält Charakter, oft günstiger, Förderprogramme nutzbar, kein neues Grundstück nötig. Neubau: Moderner Grundriss, aktueller Standard, klare Kosten. Faustregel: Kernsanierung bis 70% des Neubauwertes wirtschaftlich sinnvoll.

Wie viel Puffer sollte ich für unerwartete Kosten bei einer Renovierung einplanen?

Als Faustregel empfehlen Experten einen zusätzlichen Puffer von 10-20% des geplanten Gesamtbudgets, besonders bei Renovierungen in älteren Bestandsimmobilien — hier können während der Arbeiten häufig verdeckte Mängel wie Feuchtigkeitsschäden, veraltete Elektroinstallationen oder marode Bausubstanz entdeckt werden, die zusätzliche, ungeplante Kosten verursachen.