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📅 Aktualisiert: Juni 2026

Umsatzsteuer-Jahresrechner 2026

USt Jahreserklärung

Die Umsatzsteuer-Jahreserklärung fasst alle monatlichen oder quartalsweisen Voranmeldungen des Jahres zusammen und ermittelt die endgültige Zahllast oder Erstattung. Oft gibt es Differenzen zwischen den Vorauszahlungen und der tatsächlichen Jahresschuld — der Jahresrechner zeigt ob Sie etwas zurückbekommen oder nachzahlen müssen.

Die Jahreserklärung ist für alle Unternehmer verpflichtend die zur Umsatzsteuer optiert haben (also nicht Kleinunternehmer nach §19 UStG). Frist: 31. Juli des Folgejahres (mit Steuerberater: Ende Februar des übernächsten Jahres). Eingereicht wird elektronisch via ELSTER.

Besondere Posten in der Jahreserklärung: Innergemeinschaftliche Erwerbe (Einkäufe aus EU-Ländern), Reverse-Charge-Leistungen (Dienstleistungen aus dem Ausland), Vorsteuerberichtigung bei gemischter Nutzung von Wirtschaftsgütern.

📋 Rechtliche Grundlage: §§16–18 UStG (Umsatzsteuer-Jahreserklärung). Frist: §149 AO i.V.m. §18 Abs.3 UStG: 31. Juli Folgejahr. Steuersätze: §12 UStG: 19% / 7%. Vorsteuerabzug: §15 UStG. Steuerfreie Umsätze: §4 UStG. Reverse Charge: §13b UStG. Innergemeinschaftliche Erwerbe: §1a UStG.
€/Jahr
€/Jahr
€/Jahr
€/Jahr
€/Jahr
Umsatzsteuer gesamt
Vorsteuer
Zahllast / Erstattung
Nach Vorauszahlungen
Umsätze 19%
USt darauf (19%)
Umsätze 7%
USt darauf (7%)
Steuerfreie Umsätze
Umsatzsteuer gesamt
Vorsteuer (abzugsfähig)
Zahllast gesamt
Geleistete Vorauszahlungen
Restschuld / Erstattung

📊 Rechenbeispiel: 80.000 € (19%) + 5.000 € (7%) · 12.000 € Vorsteuer · 2.800 € Vorauszahlungen

USt auf 19%-Umsätze
15.200 €
USt auf 7%-Umsätze
350 €
Umsatzsteuer gesamt
15.550 €
Vorsteuer
12.000 €
Zahllast
3.550 €
Nach Vorauszahlungen
750 € Nachzahlung

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Häufige Fragen

Wann muss ich die USt-Jahreserklärung abgeben?

Pflicht für alle USt-pflichtigen Unternehmer. Frist: 31. Juli des Folgejahres (mit Steuerberater: Ende Februar des übernächsten Jahres). Elektronisch via ELSTER. Kleinunternehmer (§19 UStG): Keine Pflicht zur Voranmeldung, aber ggf. zur Jahreserklärung wenn gefordert.

Was ist der Unterschied zwischen Voranmeldung und Jahreserklärung?

Voranmeldung: Monatlich oder quartalsweise — Schätzung der laufenden Zahllast. Jahreserklärung: Jahresabschluss — alle Posten werden korrekt erfasst. Oft gibt es Differenzen: Vergessene Vorsteuer, Korrekturen, Änderungen. Die Jahreserklärung ist die verbindliche Abrechnung.

Was passiert wenn die Jahreserklärung zu einer Nachzahlung führt?

Das Finanzamt setzt die Nachzahlung fest. Fälligkeit: 1 Monat nach Bescheiddatum. Zinsen: Bei verspäteter Zahlung 1,8% p.a. Tipp: Wenn Sie wissen dass eine Nachzahlung kommt, schon früh Rücklagen bilden. Bei der letzten Voranmeldung (Dezember) kann man freiwillig mehr zahlen.

Was sind Reverse-Charge-Leistungen?

Wenn ausländische Unternehmer Dienstleistungen an deutsche Unternehmer erbringen (z.B. Google Ads, AWS, Freelancer aus Polen), schuldet der deutsche Empfänger die Umsatzsteuer (§13b UStG). Diese muss in der USt-Erklärung ausgewiesen werden — aber gleichzeitig als Vorsteuer abgezogen (bei vollem Vorsteuerabzug neutral).