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📅 Aktualisiert: August 2026

Kurzarbeitergeld-Rechner 2026

KuG berechnen

Arbeitnehmer während der Kurzarbeit

Foto: Cytonn Photography auf Unsplash

Kurzarbeitergeld gleicht einen Teil des Verdienstausfalls aus, wenn ein Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen die Arbeitszeit vorübergehend reduziert — es beträgt 60% des ausgefallenen Nettoentgelts, bei mindestens einem Kind im Haushalt 67%.

Kurzarbeit dient dazu, betriebsbedingte Kündigungen in wirtschaftlich schwierigen Phasen zu vermeiden — Arbeitnehmer bleiben angestellt, arbeiten aber reduziert, während die Agentur für Arbeit einen Teil des Verdienstausfalls kompensiert.

📋 Rechtliche Grundlage: §95 ff. SGB III. Höhe: 60% des Nettoentgeltausfalls (67% mit mindestens einem Kind im Haushalt).
€/Mon.
Kurzarbeitergeld
Gesamteinkommen
Verlust vs. Vollzeit
Restgehalt
🛡️ Zuletzt aktualisiert: 11. August 2026
Geprüft nach: §95 ff. SGB III
Was der Rechner berücksichtigt: Grundlegende Berechnung nach Nettoentgeltausfall mit Kinderzuschlag
Was der Rechner nicht berücksichtigt: Individuelle betriebliche Aufstockungsregelungen (manche Arbeitgeber zahlen freiwillig mehr), exakte Berechnung bei komplexeren Arbeitszeitmodellen

📊 Rechenbeispiel: 3.500 EUR, 50% KuA

Rest-Brutto
1.750 EUR
Ausfall-Netto
630 EUR
KuG (60%)
378 EUR
Gesamt-Netto
ca. 1.510 EUR
Verlust
ca. 250 EUR/Mon.

Wie der Nettoentgeltausfall berechnet wird

Zunächst wird das Soll-Nettoentgelt (bei regulärer Arbeitszeit) mit dem Ist-Nettoentgelt (bei reduzierter Kurzarbeits-Arbeitszeit) verglichen — die Differenz ist der Nettoentgeltausfall, von dem 60% bzw. 67% als Kurzarbeitergeld gezahlt werden.

Rechenbeispiel

Reguläres Nettogehalt 2.500 €, bei 50% Kurzarbeit Ist-Gehalt 1.250 €: Nettoentgeltausfall = 1.250 €. Kurzarbeitergeld (60%, kinderlos) = 750 €. Gesamteinkommen = 1.250 € (Ist-Gehalt) + 750 € (KUG) = 2.000 €, entsprechend 80% des vorherigen Nettogehalts.

⚠️ Häufige Fehler

1. Kurzarbeitergeld mit vollem Gehaltsausgleich verwechseln: Es deckt nur 60-67% des Ausfalls, nicht den kompletten Verdienstausfall.
2. Kinderzuschlag nicht in Anspruch nehmen: Bei mindestens einem Kind im Haushalt steht der höhere Satz von 67% zu.
3. Betriebliche Aufstockungsmöglichkeiten nicht prüfen: Manche Arbeitgeber oder Tarifverträge bieten freiwillige Zusatzzahlungen.
4. Auswirkung auf die Rente unterschätzen: Die Sozialversicherungsbeiträge werden meist weiterhin auf Basis des vollen Gehalts gezahlt, was viele nicht wissen.
5. Nebentätigkeit während Kurzarbeit ohne Meldung aufnehmen: Zusätzliche Einkünfte während der Kurzarbeit müssen der Agentur für Arbeit gemeldet werden.

🔍 Sonderfälle

Betriebliche Aufstockung: Manche Arbeitgeber oder Tarifverträge sehen eine freiwillige Aufstockung des Kurzarbeitergeldes über die gesetzlichen 60%/67% hinaus vor.

Sozialversicherungsbeiträge: Während der Kurzarbeit werden die Sozialversicherungsbeiträge meist auf Basis des ungekürzten Gehalts weitergezahlt, was Rentenansprüche und andere Leistungen schützt.

🏛️ Zuständige Behörden

Agentur für Arbeit
Kurzarbeitergeld-Verfahren
📚 Rechtsgrundlagen & Quellen (Stand: 2026):
§95 ff. SGB III

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Häufige Fragen

Wie hoch ist KuG?

60% Netto-Ausfall (67% mit Kindern). Beispiel: 3.500 EUR, 50% Ausfall, ca. 420 EUR KuG plus Restgehalt.

Wer beantragt KuG?

Der Arbeitgeber bei der Agentur fuer Arbeit. Betriebsrat oder Vereinbarung noetig.

Wie lange gibt es KuG?

Max. 12 Monate. Sondersituationen bis 24 Monate moeglich.

KuG und Steuererklaerung?

Progressionsvorbehalt: KuG erhoeh Steuersatz auf restliches Einkommen. Kann zu Nachzahlung fuehren.

Wirkt sich Kurzarbeit negativ auf meine spätere Rente aus?

In der Regel nur geringfügig — während der Kurzarbeit werden die Sozialversicherungsbeiträge meist weiterhin auf Basis eines Großteils des ursprünglichen Gehalts berechnet (nicht nur des reduzierten Ist-Gehalts), sodass die Auswirkung auf die Rentenansprüche begrenzt bleibt. Die genaue Regelung kann sich aber je nach Ausgestaltung der Kurzarbeit unterscheiden.