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📅 Aktualisiert: August 2026

Steuerberaterkosten-Rechner 2026

Honorar nach StBVV

Unterlagen zur Berechnung der Steuerberaterkosten

Foto: Kelly Sikkema auf Unsplash

Steuerberaterkosten richten sich nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV), die für verschiedene Leistungen (Steuererklärung, Buchführung, Jahresabschluss) einen Gebührenrahmen mit Wertstufen vorgibt — ähnlich wie beim Rechtsanwaltsvergütungsgesetz für Anwälte.

Innerhalb des gesetzlichen Rahmens (z.B. 1/10 bis 6/10 Zehntelsätze bei Einkommensteuererklärungen) kann der Steuerberater die konkrete Gebühr nach Schwierigkeit und Aufwand des Einzelfalls festlegen — komplexere Fälle rechtfertigen höhere Sätze innerhalb des Rahmens.

📋 Rechtliche Grundlage: Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV). Gebühren nach Gegenstandswert und Zehntelsatz-Rahmen, abhängig von Leistungsart und Komplexität.
EUR
Mindesthonorar
Typisches Honorar
Maximales Honorar
Mit 19% MwSt
🛡️ Zuletzt aktualisiert: 11. August 2026
Geprüft nach: StBVV
Was der Rechner berücksichtigt: Grundprinzip der Gebührenberechnung nach Gegenstandswert und Zehntelsätzen
Was der Rechner nicht berücksichtigt: Individuelle Pauschalvereinbarungen (teilweise möglich), exakte Gegenstandswert-Ermittlung im Detail

📊 Rechenbeispiel: Einkommensteuererklarung, 40.000 EUR Einkommen

Tabellenwert (ca.)
1.040 EUR
Gebührensatz 2/10
208 EUR
Zuzueglich 19% MwSt
39 EUR
Typisches Honorar
247 EUR brutto
Geschätzte Spanne
150 bis 600 EUR

Typische Gebührenspannen

Einkommensteuererklärung: Zehntelsatz-Rahmen 1/10 bis 6/10 je nach Komplexität, bezogen auf den Gegenstandswert. Buchführung: meist nach Zeitaufwand oder pauschal je nach vereinbartem Umfang. Jahresabschluss: nach Bilanzsumme gestaffelt, mit eigenem Gebührenrahmen.

Pauschalvereinbarungen als Alternative

Für bestimmte, wiederkehrende Leistungen (z.B. laufende Buchführung) können Steuerberater und Mandant auch Pauschalhonorare vereinbaren, die von der StBVV abweichen — dies bietet mehr Kostentransparenz und -sicherheit für den Mandanten.

⚠️ Häufige Fehler

1. Gebührenrahmen als festen Betrag missverstehen: Der StBVV-Rahmen erlaubt dem Steuerberater einen gewissen Spielraum je nach Komplexität des Falls.
2. Honorarvereinbarung nicht vorab klären: Eine klare Absprache zu Gebühren oder Pauschalen vermeidet spätere Unklarheiten.
3. Gegenstandswert falsch einschätzen: Dieser bestimmt maßgeblich die Höhe der gesetzlichen Gebühren nach StBVV.
4. Pauschalvereinbarungsmöglichkeiten nicht prüfen: Bei wiederkehrenden Leistungen können Pauschalen oft mehr Kostensicherheit bieten.
5. Kosten verschiedener Steuerberater nicht vergleichen: Innerhalb des gesetzlichen Rahmens können sich die tatsächlichen Kosten zwischen Kanzleien unterscheiden.

🔍 Sonderfälle

Erstberatung: Für eine reine Erstberatung ohne weitere Beauftragung gibt es oft spezielle, gedeckelte Gebührensätze.

Zeithonorar bei komplexen Fällen: Bei besonders aufwändigen oder ungewöhnlichen Sachverhalten kann statt der Gegenstandswert-basierten Gebühr auch ein Stundenhonorar vereinbart werden.

🏛️ Zuständige Behörden

Steuerberaterkammer
Auskünfte zu Gebührenfragen
📚 Rechtsgrundlagen & Quellen (Stand: 2026):
Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV)

🔗 Verwandte Rechner

Häufige Fragen

Was kostet ein Steuerberater 2026?

ESt-Erklärung: Ca. 150-800 EUR je Komplexität. Buchführung: Ca. 50-200 EUR/Mon. Jahresabschluss GmbH: Ca. 1.500-5.000 EUR. Richtlinie: StBVV. Online-StB (z.B. Taxfix, WISO): Oft 30-80 EUR.

Kann ich Steuerberaterkosten absetzen?

Ja: Als Werbungskosten oder Betriebsausgaben. Privater Anteil (z.B. für Kapitalerträge): Nicht absetzbar (Privatausgabe). Gewerblicher Anteil: Voll als Betriebsausgabe. Aufteilung bei gemischter ESt-Erkl.

StBVV Tabelle A erklärt?

Tabelle A: Fuer ESt, Gewerbesteuer, USt, KSt. Gegenstandswert = steuerpflichtiges Einkommen/Gewinn. 1/10 bis 6/10 möglich. Typisch: 2/10 bis 3/10. Je höheres Einkommen = höheres Honorar (bis zur Kappung).

Lohnt sich ein Steuerberater?

Ja, wenn: Gewerbe, Selbstständigkeit, Immobilien, Erbschaft, Auslandseinkünfte, komplexe Situation. Nein bei: Einfacher Arbeitnehmer-Situation (ELSTER reicht). Faustregel: Wenn StB mehr zurückholt als er kostet.

Kann ich mit meinem Steuerberater ein Pauschalhonorar statt der StBVV-Gebühren vereinbaren?

Ja, für bestimmte, insbesondere wiederkehrende Leistungen wie laufende Buchführung ist eine Pauschalvereinbarung zwischen Steuerberater und Mandant möglich, die von den gesetzlichen StBVV-Gebühren abweichen kann. Eine solche Vereinbarung sollte klar schriftlich vor Mandatsbeginn getroffen werden, um spätere Unklarheiten zu vermeiden.